Chronik der Corvinusgemeinde

Zur Geschichte:

Die Corvinus-Kirchengemeinde befindet sich im Norden von Northeim und ist genau abzugrenzen, es gehören ihr alle evangelisch-lutherischen Christen an, die nördlich der Rhume wohnen.
Dieses Gebiet war nach Aufgabe (Wüstung) des Dorfes Sultheim (im 14. Jahrhundert) - abgesehen von der bereits urkundlich erwähnten "Bergmühle (im 19, Jahrh. Ausflugsgaststätte)" und dem 1432 im Krähenwinkel errichteten "Sichenhaus" mit der Kapelle St. Georg - jahrhundertelang unbewohnt.
Erst mit Beginn der 20. Jahrhunderts begann sehr zögernd eine Bebauung: 1909 bis 1914 zwei Aussiedlerhöfe an der "Hannoverschen Chaussee" (Siebert & Nahme), einige Wohnhäuser am Georgenkamp und der Kasernenkomplex; nach dem 1. Weltkrieg Errichtung der Stadtrandsiedlung zwischen Rhume und Einbecker Landstraße bzw. entlang dieser Straße (1934/40). Nach dem 2. Weltkrieg setzte dann eine stürmische Bebauung unterhalb des Sultmers ein.
Der Weg zur Hauptkirche St. Sixti war weit und im Winter beschwerlich, die St. Sixti-Kirchengemeinde erbaute daher an der Schumannstraße eine Kapelle als Außenstelle.


03.09.1952

Der KV der Sixti Gemeinde beschließt die neue Kapelle an der Schumannstraße in Würdigung der historischen Bedeutung des Südhannoverschen Reformators Corvinus 1 den Namen Corvinus-Kapelle zu geben.


05.10.1952

Am Erntedankfest 1952 wurde die erste Kapelle feierlich durch Landessuperintendent Wiebe. eingeweiht und ihr die Bezeichnung "Corvinus-Kapelle" gegeben. Im Anschluss an die Einweihungsfeier wurde von Pastor Holze die erste Kindtaufe in der Kapelle vorgenommen. Täufling war Erika Meyer, Einbecker Landstraße 62.


1953   Wohnten bereits ca. 1 300 Gemeindemitglieder im Gebiet der jetzigen Corvinus-Gemeinde.

1957   Wurde an St. Sixti ein vierte Pfarrstelle eingerichtet und der Stelleninhaber (P. Drögemüller) mit der Betreuung der jetzigen Corvinus-Gemeinde betraut; von jetzt an fanden regelmäßig Gottesdienste in der Corvinus-Kapelle statt.
Der Weg zur Verselbstständigung der Gemeinde setzte sich 1959 über die Einrichtung eines Extra-Stimmbezirkes zur Wahl des KV von Sixti fort.

1960

Der nächste Schritt war der Bau des Pfarrhauses in der Ottilienstraße.


01.01.1961

Am 1.1.1961 war es soweit, die Corvinus-Gemeinde wurde selbstständig. Das LKA ernannte Pastor Claus Drögemüller zum 1. Pastor an Corvinus.


12.11.1962

Grundsteinlegung für den Kindergarten..


12.06.1964

Der Grundstein für die heutige Corvinuskirche wurde gelegt und der Kindergarten offiziell eröffnet.


27.03.1966

Einweihung der heutigen Corvinuskirche. Am Anfang bestand noch kein Glockenturm. die alte Kapelle diente als Gemeindesaal, wird 1969 abgebrochen und der Gemeinde Lutterhausen als Friedhofskapelle zur Verfügung gestellt.


16.04.1967

Orgelweihe


1968-1969

Glockenturmbau


07.09.1969

Die drei großen Glocken wurden am 3. Juni 1969 bei Schilling in Heidelberg gegossen und am 7. September 1969 eingeweiht


1972-1974

Planung des Gemeindehauses (Bauzeit 1974/1975)


21.09.1975

Die Einweihung des Gemeindehauses


1987

Die Renovierung des Pfarrhauses und Anbau eines Pfarrbüros.


1998-2000

Umbau und Renovierung des Kindergarten.


2009-2010

Erweiterung des Kindergartens um eine Krippengruppe


2010-2011

Erneuerung des Kirchendaches, neue Kirchenheizung.
Pfarrhaus Wärmedämmung, Gasheizung und Fenstererneuerung.
Gemeindehaus neue Fenster, neue Gasheizung, Wärmedämmung im Dach.


1.   Corvinus war ein Prediger aus Witzenhausen, der im Jahre 1539 in Northeim die Reformation einführte