Geschichte der Kirche am Sultmer

Inhalt
Antonius Corvinus, der Reformator Northeims.
kirchlicher Aufbau
Grundstein
Kirchturm, Uhr und Glocken
Taufe, Kanzel und Altar
Bilder vom Bau der Corvinuskirche (1964-1967)
Bilder von der ersten Trauung
         in der Corvinuskirche am 11. Juni 1966

Bilder von der ersten Konfirmation
         in der Corvinuskirche am 24. April 1966

Hier kann man den Klang der
Glocken hören (selber läuten)

Antonius Corvinus, der Reformator Northeims.

Die großen Männer der Reformation sind allgemein bekannt: Luther, Melanchthon, Calvin und Zwingli. Sie haben durch ihre theologische Arbeit die Erneuerung der Kirche eingeleitet, deren Wirkungen sich heute in allen Konfessionen und Glaubensgemeinschaften zeigen. Leider zu wenig bekannt sind die Männer, die in den einzelnen Orten und Landschaften die Ideen der großen Reformatoren praktisch verwirklicht haben. Zu ihnen gehört Antonius Corvinus. Er wurde 1501 zu Wartburg in Westfalen geboren. Sein ursprünglicher Name ist wahrscheinlich ,,Rabe" gewesen; nach der damaligen Gewohnheit ersetzte er ihn durch den lateinischen Ausdruck ,,Corvinus". Anton Rabe erhielt seine wissenschaftliche Ausbildung zunächst in zwei niedersächsischen Klöstern, die damals ähnliche Bedeutung wie die heutigen Oberschulen hatten: Loccum bei Wunstorf und Riddagshausen bei Braunschweig. Von dort aus ging er nach Leipzig, um Theologie zu studieren; 1526 war er zeitweise in Marburg, wo damals die Gründung der ersten evangelischen Universität vorbereitet wurde.

Nach kurzer Tätigkeit in Goslar wurde er 1531 Pfarrer in Witzenhausen an der Werra. Von hier aus gewann er Einfluß auf die Reformation im südlichen Niedersachsen. Die großen Städte waren schon gegen den Willen der Fürsten evangelisch geworden (Göttingen 1529, Hannover 1532). Die zugehörigen Fürstentümer, Grubenhagen und Calenberg, standen aber genau wie die Stadt Northeim unter der strengen Aufsicht der Herzöge, so daß alle Versuche zur Reformation der Kirche und zur Besserung der sozialen Verhältnisse im Keim erstickt wurden. Eine Frau, die Herzogin Elisabeth, ist es gewesen, die dem Evangelium im südlichen Niedersachsen den Weg gebahnt hat. Sie hatte ihre Residenz im Schloß zu Hannoversch-Münden, das noch heute auf jeden Besucher einen großartigen Eindruck macht. Dort empfing sie 153ß den Besuch ihres Bruders, des Markgrafen Johann von Küstrin, der für sein offenes Eintreten für die Reformation bekannt war. Um dem Bruder eine Freude zu machen, aber auch um ihres eigenen Glaubens willen sorgte sie dafür, daß Corvinus zum ersten Male in Münden eine evangelische Predigt hielt. Weitere reformatorische Gottesdienste folgten in regelmäßigen Abständen. Das Volk im Lande begriff: wir haben eine evangelische Herzogin!

Das gab den Northeimern, die seit Jahren einen mühevollen Kampf gegen die doppelte Vormundschaft des Herzogs und des Klosters St. Blasil geführt hatten, neuen Mut. Nicht die Kirche, sondern die Bürger der Stadt hatten seit 1570 den Bau der gewaltigen St. Sixti-Kirche ermöglicht. Dieser Bau ist ein. sichtbares Zeiten dafür, daß die Bewohner Northeims die Aufsicht des Klosters ablehnten und sich ein eigenes kirchliches Zentrum schaffen wollten. Daß nun etwa gleichzeitig auch die reformatorische Bewegung in Northeim Fuß faßte, ist eine geschichtliche Fügung, die man nur mit Staunen und Dankbarkeit zur Kenntnis nehmen kann. - Im Februar 1539 kam Corvinus in Northeim an und hielt bald danach den ersten evangelischen Gottesdienst. Die Verhandlungen mit dem Rat und den Gilden führten schnell zum Ziel, so daß am 15. März 1539 die evangelische Kirchenordnung für Northeim beschlossen werden konnte. Sie ordnet in ihrem ersten umfangreichsten Teil die Gottesdienste. Der zweite Teil ist die Schulordnung, die praktisch bis 1919 in Geltung war. Im dritten Teil wird die Versorgung der Armen auf eine neue Grundlage gestellt, denn das mittelalterliche Bettelwesen war mit der neu erkannten christlichen Wahrheit nicht vereinbar.

Corvinus hat bald danach, 1540 in Pattensen bei Hannover mit den Landständen von Calenberg und Grubenhagen verhandelt, um auch auf dem Lande die Reformation einzuführen. Mit der Hilfe der Herzogin gelang es ihm, schrittweise die Umwandlung der mittelalterlichen Kirche voranzutreiben. Durch Visitationen in den Gemeinden, durch Briefe und Schriften sorgte er dafür, daß die deutsche Bibel und die neu entstehenden evangelischen Lieder überall bekannt wurden. Er war ab 1540 praktisch der ,,Bischof" im südlichen Niedersachsen (im Gegensatz zu den damals regierenden päpstlich gesonnenen Bischöfen bezeichnete er sich als ,,Superintendent", was genau so wie ,,Bischof" Aufsichtsbeamter bedeutet). Der Gegenschlag gegen das aufblühende Reformationswerk konnte nicht ausbleiben: 1549 ließen die dem Kaiser ergebenen Fürsten Corvinus verhaften; Elisabeth hatte nicht die Macht, ihn zu schützen. Bis zum 21. Oktober 1552 schmachtete der treue Lehrer und Bekenner in den Verließen der Festung Calenberg. Als er freigelassen wurde, brachte man ihn als kranken Mann nach Hannover. Er starb dort am 5. April 1553 und liegt im Chorraum der Marktkirche begraben. in jungen Jahren hatte er sich als Losung gewählt: ,,Spes mea Christus" - ,,Meine Hoffnung ist Christus". Diese Hoffnung ermöglichte es ihm, fleißig für die Kirche zu arbeiten. Sie trug ihn auch durch innere Kämpfe und bittere Leiden hindurch, wie Christus es verheißen hat Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben" (Offenbarung 2, 10). Die Krone auf dem Turm unserer Kirche erinnert an den Mann, der uns bekennend und leidend vorangegangen ist. Sie macht uns Mut, dem Herrn Christus auf dem gleichen Wege zu folgen.

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Kirchlicher Aufbau im Nordbezirk von Northeim

Das Stadtgebiet nördlich der Rhume gehörte seit altersher zur St. Sixti-Kirche. Es war für die Gemeindeglieder immer in langer, bei schlechtem Wetter ein beschwerlicher Weg bis zur Hauptkirche oder gar bis zum Gemeindehaus in der Teichstraße.

St. Georg kapelleEine Außenstelle der St. Sixti-Kirche bestand allerdings schon seit dem Mittelalter in unserem Bezirk: Die Kapelle St. Georg am Siechenhaus (am Fachbergsweg zwischen Seesener Landstraße und Rhume). Das alte Stift diente ursprünglich zur Aufnahme von Lepra- oder Pestkranken und ist jetzt eine bescheidene Unterkunft für alte Leute, die noch selber wirtschaften können.


Gottesdienste wurden früher in regelmäßigen Abständen gehalten. Nachdem die Kapelle im Kriege beschädigt worden ist, konnte sie noch nicht wieder in Gebrauch genommen werden, was manche ältere Bewohner in der Umgebung sehr bedauern.


Nach 1945 begann die Bevölkerungszahl im Nordbezirk erheblich anzusteigen. Deshalb sorgte der damalige Pastor Holze dafür, daß an der Schumannstraße die Corvinuskapelle gebaut wurde. 1952 eingeweiht, wurde sie ein erster fester Punkt, an dem sich das Gemeindeleben sammeln konnte. Kapelle Durch die Kapelle ist der Name ,,Corvinus" zu einem festen Begriff für unsere Gemeinde geworden. Seit 1957 wurden regelmäßig Gottesdienste für Erwachsene und für Kinder gehalten. Außerdem diente die Kapelle als Unterrichtsraum; Jugendgruppen, Kirchen- und Posaunenchor hatten hier ihre Unterkunft. - 1969 wurde die Kapelle, weil ihre Erhaltung zu teuer wurde, abgetragen. Alle brauchbaren Teile wurden nach Lutterhausen bei Hardegsen gebracht und dort zum Bau einer geräumigen Friedhofskapelle verwendet. Die Corvinuskapelle ist also nicht verlorengegangen; sie dient nun einer anderen Gemeinde als Stätte, wo man Gottes Wort hören und seinen Trost empfangen kann.

Der Weg zur Verselbständigung des Nordbezirkes war durch den Bau der Kapelle eingeleitet. Der nächste Schritt war der Bau des Pfarrhauses, das 1960 bezogen wurde. Das Haus bietet mit seinem großen Wohnzimmer einen Treffpunkt für Gemeindekreise, wie er für die am 1. Januar 1961 selbständig gewordene Gemeinde erwünscht ist.

Beim Bau des Pfarrhauses ist ein Gesamtplan aufgestellt worden, nach dem dann im Laufe der Jahre alle Anlagen gebaut werden sollten, die für die Kirchengemeinde nötig sind. Obwohl an diesem Plan mehrfach geändert werden mußte, hat sich das Prinzip bewährt: Kirche, Gemeindesaal, Kindergarten, Pfarrhaus und Wohnungen, alles auf einem Grundstück als ,,Gemeindezentrum" zu bauen. Der Kindergarten, 1963 eröffnet, bietet Platz für 60 Kinder in 3 Gruppen. Im Sommerhalbjahr steht ein großer Spielplatz zur Verfügung, im Winter können die geräumigen Flure mitbenutzt werden. Für die Angestellten sind im Gebäude zwei kleine Wohnungen vorhanden, so daß es bisher möglich war, die Betreuung der Gruppen ordnungsgemäß durchzuführen.

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Der Grundstein zur Kirche wurde am 12. Juni 1964 gelegt. Eingemauert wurde folgende Urkunde:

"im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes beginnen wir den Bau der Corvinuskirche. Sie soll nach Gottes Willen eine Stätte werden, an der vielen Menschen die guten Gaben Gottes geschenkt werden:
Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist(Römerbrief 14, 17)"

"Zugleich soll sie die Bewohner dieser Stadt an den Mann erinnern, der ihr die reine Lehre des Evangeliums und die rechte Ordnung der christlichen Liebe gebracht hat. Das Beispiel des Glaubens und der Geduld, das er uns gegeben hat, möge durch die Kraft des Heiligen Geistes fortwirken und vielen zum Segen werden."

GrundsteinlegungDie Kirche, nach den Plänen des Architekten Steinborn, Hildesheim, erbaut, paßt sich in ihrer Form den Siedlungshäusern in der Umgebung an - Gottes Haus mitten zwischen den Häusern der Menschen. Das nach außen unauffällige Gebäude überrascht im Inneren durch seine Helligkeit und die Weite des Raumes. Die herkömmliche Form des länglichen Rechtecks ist erweitert durch ein Seitenschiff an der Nordseite, in dem auch das Taufbecken steht. Gegenüber, an der Südwand, ist ein kleinerer Ausbau, in dem die Empore unregelmäßig, aber harmonisch zum Abschluß kommt. Die hellen Wände reflektieren das Licht, das durch ein neunteiliges Fenster im Süden und ein großes Westfenster einfällt. Vor dem Besucher liegen von links nach rechts, Taufstein, Kanzel, Altar und der Platz des Chores, so daß etwa ein Halbkreis entsteht. Die Bänke und Stühle im Kirchenschiff sind in der gleichen Form angeordnet. Altarraum und Kirchenschiff schließen sich zu einem Kreis zusammen, in dem Christus unsichtbar, aber spürbar die Mitte ist.

Die Entwicklung des Gemeindelebens seit der Einweihung der Kirche (27. März 1966) drängt darauf hin, daß neben den Gottesdiensten Gemeindeveranstaltungen gehalten werden, die der Geselligkeit, der Information und der Diskussion dienen. Für diese ist der Bau eines Gemeindesaales samt Nebenräumen geplant. Er soll vor dem Kindergarten an der Schumannstraße entstehen und gibt dem ganzen Gemeindezentrum einen eindrucksvollen Abschluß. Geistliches und Weltliches, das Gebet zu Gott und der Dienst am Nächsten sollen sich in unserem Gemeindezentrum verbinden, so daß es ein ,"Lebenszentrum "für den ganzen Stadtteil wird.

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Kirchturm, Uhr und Glocken

Als die Kirche eingeweiht wurde, war noch kein Turm vorhanden. Er wurde 1968/69 nach Plänen des landeskirchlichen Bauamtes hinzugefügt. Der schlanke, 19 Meter hohe Turm bildet einen wirksamen architektonischen Gegensatz zu dem breit hingelagerten Kirchengebäude. Über den Dächern der Siedlung strebt er fröhlich in die Höhe; die Krone über seinem gefalteten Dach ist ein leuchtendes Zeichen der ewigen Welt Gottes. - Die Uhr zeigt nach allen Seiten Zeit und Stunde. Mit ihrem Schlagwerk ist eine kleine Glocke aus Oberschlesien verbunden, die 1821 von Stanke in Olmütz gegossen wurde und bis 1945 im Kreise Teschen geläutet hat. Sie fand sich am Ende des Krieges mit anderen geraubten Glocken in einem Schrottlager im Hamburger Hafen und wurde dann von den Engländern unserer Gemeinde zu treuen Händen übergeben. Sie erinnert mit jeder Viertelstunde an Unrecht und Gewalttat des Krieges, zugleich aber daran, daß Gott in diesen Jahren Menschen aus dem Untergang gerettet hat. - Die drei großen Glocken wurden am 3. Juni 1969 bei Schilling in Heidelberg gegossen und am 7. September 1969 eingeweiht. Die erste Glocke ist besonders für den Beginn der großen Gottesdienste an Sonn- und Festtagen bestimmt. Sie hat den Ton a', wiegt 660 kg und trägt als Inschrift das Wort Christi "Ich bin die Auferstehung und das Leben" (Joh. 11, 25). Sie läutet auch, wenn ein Glied der Gemeinde zur letzten Ruhe bestattet wird. Und an jedem Tage um 8,12 und 18 Uhr wird sie als Betglocke angeschlagen. Sie erinnert auf diese Weise daran, daß der auferstandene Christus Herr über alle Zeit und Stunden ist. - Die mittlere, die Hochzeitsglocke, gibt den Ton b' und wiegt 590 kg. Sie läßt das Wort des Apostels Paulus erklingen "Freuet euch in dem Herrn allezeit" (Philipperbrief 4, 4). - Die dritte Glocke c" 450 kg, trägt die Inschrift "Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe" (Epheserbrief 4, 5). Sie läutet zu den Taufen, zusammen mit der 2. Glocke zu Wochengottesdiensten und Abendveranstaltungen in der Kirche. Ihre Inschrift erinnert daran, daß Christus in allen Konfessionen und Glaubensgemeinschaften am Werk ist. Im Zeitalter der Ökumene sind wir verpflichtet, alte Gegensätze zu überwinden und von den Erfahrungen anderer Christen zu lernen.

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Taufe, Kanzel und Altar

Jonas Rettung Jedem Besucher fällt das runde Buntglasfenster am Taufbecken auf. Es stellt Jona's Rettung dar. Jona, so wird in dem alttestamentlichen Prophetenbuch erzählt, sollte als Bote Gottes in die große heidnische Stadt Ninive gehen und ihr den Untergang ankündigen. Diesem Auftrag entzog sich Jona durch die Flucht, über See, weit weg, in ein anderes Land; es wird schließlich die Flucht in den Tod. Unser Fenster stellt den Wendepunkt in der Geschichte Jona's dar. Der Mann, der keinen Glauben und keine Zukunft mehr hatte, wird aus Angst und Tod gerettet. Der Machtlose, der sich selber nicht helfen kann, darf den ersten Schritt in die Freiheit tun. - Jesus (Matth. 12, 39; Luk. 11, 29) nennt Jona ein "Zeichen", ein Beispiel für das, was Gott an den Menschen tun kann. Er selbst ist "mehr als Jona", an ihm ist Untergang und Errettung im letzten, endgültigen Sinne geschehen. Er ist darauf ausgerichtet, nichts aus sich selber zu sein, im Leben und im Sterben ganz auf Gott angewiesen zu sein. Wer getauft ist, gehört zu Jesus, und ihm ist der gleiche, für Menschen sonst unzugängliche Standpunkt angewiesen: nichts mehr aus sich selber, aber alles durch die Gnade Gottes.

Unterhalb des Jona-Bildes verdient der Taufstein Beachtung. Er ist aus Beton gegossen und markiert das Einmalige und Endgültige der Taufe. Die Taufschale ist aus Bronze gegossen, narbig und rauh wie die Erde, auf der wir leben. Um so lieblicher und freundlicher sieht darin das Taufwasser aus, ein Sinnbild des Lebens und der Reinheit, wie sie uns durch die Taufe geschenkt werden.

Altar Beherrschend im Blickpunkt der Kirche steht der Altar mit dem Kruzifix und den Leuchtern. Im Bilde des gekreuzigten Christus sind Schmerzen und Leiden zu erkennen, deren Tiefe wir nicht ermessen können. Aber auch in der letzten Verlassenheit verschließt er sich nicht in sich selbst, seine Hände bleiben einladend ausgestreckt. Wie in seinem Leben, so ist er auch in seinem Sterben auf der Suche nach uns. Über dem Altar erscheint Christus in einer neuen, verwandelten Gestalt. Unten an der Bildtafel ist die Erde zu erkennen, Grundrisse von Häusern, die die Menschen gebaut haben, Gräben und Grenzen, die Menschen gezogen haben, Trümmerhaufen, die Menschen verschuldet haben. Über der vom Tod gezeichneten Erde erhebt sich der auferstandene Christus, seine segnenden Arme sind eins mit dem Himmel, der in Kreisen und Spiralen angedeutet ist. Das Osterbild ist aber zugleich ein Pfingstbild: Vom Himmel her dringen Ströme des Lichtes und des Lebens auf die Erde ein und machen sie zu der Stätte, wo trotz aller Anfechtung schon der Friede Gottes zu erfahren ist. Genau wie in den Berichten des Neuen Testaments und in manchen Bildwerken der alten Kirche hat unser Künstler, Michael Helge Breig in Hannover, die Auferstehung Christi und die Sendung des Heiligen Geistes als e i n zusammenhängendes Ereignis dargestellt. Für den Prediger und für die hörende Gemeinde ist dies Bildwerk eine ständige Mahnung, die Christusereignisse als e i n großes Ganzes zu erfassen, in das auch wir heutigen Menschen eingeschlossen sind. Der gleiche, vielseitige Künstler hat für unsere Kirche auch die Fenster entworfen. Außerdem steht über der Haupttür der Kirche, aus Beton geformt, das Lamm Gottes. Wer durch diese Tür geht, darf wissen, daß Christus mit der Hingabe seines Lebens für ihn eingetreten ist, daß der Mensch hier vor Gott Frieden finden kann.

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Das Pfarrhaus im Mai 1960
Bilder vom Bau der Corvinuskirche (1964-1967)
Bilder von der ersten Trauung in der Corvinuskirche am 11. Juni 1966
Bilder von der ersten Konfirmation in der Corvinuskirche 24. April 1966